Ich habe Steve Jobs auf mehreren Entwickler-Konferenzen oder bei Produkt-Präsentationen live erlebt – und ihn dabei auch etliche Male fotografieren können. Hier eine Auswahl der Fotos.
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© Christoph Dernbach
Ich habe Steve Jobs auf mehreren Entwickler-Konferenzen oder bei Produkt-Präsentationen live erlebt – und ihn dabei auch etliche Male fotografieren können. Hier eine Auswahl der Fotos.
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© Christoph Dernbach
Apple plant für eine neue Ära. Seit 1993 ist „1 Infinite Loop“ in Cupertino die Adresse des Apple-Hauptquartiers. Um die ständig gewachsene Zahl von Mitarbeitern in möglichst wenigen Gebäuden unterbringen zu können, plant der iPhone-Hersteller nun ein neues Headquarter, den „Apple Campus 2“. Er wird vom britischen Star-Architekten Norman Foster (Foster + Partners) entworfen. Die Stadt Cupertino hat einige Wochen nach dem Auftritt von Steve Jobs in der Ratssitzung einen zweiten Schwung von Dokumenten über den Apple Campus 2 online gestellt, die ich in dieser Bildergalerie ausgewertet habe.
Bildergalerie: „Apple Campus 2“
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„Wir werden das beste Bürogebäude der Welt bauen“, versprach Apple-Chef Steve Jobs dem Stadtrat von Cupertino bei der Präsentation des Mammutprojektes. „Architektur-Studenten aus aller Welt werden hierher kommen, um sich das anzuschauen.“
Die Rede des schwer erkrankten Steve Jobs (einen Tag nach seinem Auftritt auf der WWDC 2011) vor dem Council der Stadt Cupertino ist sehenswert:
Update (9. September 2011):
Bei einer Anhörung der betroffenen Nachbarn wurden vor allem Bedenken wegen des zu erwartenden Verkehrsaufkommens geäußert.

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Die Marketingstrategie von Apple-Chef John Sculley zur Markteinführung des Macintosh war klar. Der ehemalige Pepsi-Manager, den Steve Jobs zu Apple geholt hatte, wollte einen Zweikampf zwischen IBM und Apple inszenieren, Schwarz vs. Weiß, mit Apple in der Rolle des Underdog. “Dutzende andere Computerfirmen stellten (in dieser Zeit) ihre Produkte vor, und ich befürchtete, dass wir in der Menge untergehen könnten”, schrieb Sculley später in seinem Buch “Odyssey”. „Wenn es uns gelingen würde, ein Zwei-Pferde-Rennen zwischen uns und IBM herzustellen, dann könnten wir die Leute überzeugen, dass wirklich nur zwei Computerfirmen im Markt im Wettbewerb stehen.”
Im Kampf gegen kleinere Konkurrenten wie Atari, Commodore, Sinclair und Amstrad ging die Apple-Strategie auch voll auf. Völlig unterschätzt hatten Sculley, aber auch Steve Jobs, dass Microsoft, ein Verbündeter der ersten Stunde, sich mit Hilfe von Apple zur dominierenden Kraft der PC-Industrie entwickeln und sogar IBM in den Schatten stellen würde.

Bill Gates und Paul Allen hatten Microsoft 1975 als kleine Softwarefirma in Albuquerque (New Mexico) gegründet und zusammen mit anderen Mitarbeitern die Programmiersprache BASIC für den legendären Rechner MITS Altair entwickelt. Durch glückliche Umstände ergatterte Microsoft 1980 den Auftrag von IBM, für den ersten IBM-PC nicht nur BASIC, sondern auch das Betriebssystem zu liefern. Der damals führende Betriebssystemhersteller Digital Research (CP/M) wollte sich in der Verhandlungsphase nicht auf seitenlange Knebelverträge von IBM einlassen – und verlor so diesen gigantischen Deal.
Der Apple Macintosh war nicht von Beginn an ein Erfolg. Die Hardware war für die Anforderungen einer grafischen Benutzeroberfläche nicht gerade üppig ausgelegt. Insbesondere der Hauptspeicher war knapp bemessen. Und es gab damals noch keine Festplatte für den Mac. Außerdem mangelte es noch an geeigneter Software.
Dem Mac fehlten die Anwendungen, die im IBM-Werbespot für den PC die Charlie-Chaplin-Figur Karton für Karton durchs Bild schleppte.
Daher bemühten sich Guy Kawasaki und andere “Software Evangelists” von Apple die Entwickler in anderen Softwarefirmen davon zu überzeugen, Programme für den Mac zu schreiben. Das mit 128 Kilobyte viel zu enge bemessene ROM des Mac machte diese Aufgabe nicht einfach. Erst als ein Jahr nach dem ersten Macintosh der “Fat Mac” mit 512 Kilobyte raus kam, war der enge Flaschenhals beseitigt.
Das Problem spitzte sich zu, als Anfang 1985 sich in der Lagern die Macs türmten, die im Weihnachtsgeschäft 1984 keine Käufer gefunden hatten. Apple musste den ersten Quartalsverlust in der Unternehmensgeschichte veröffentlichen und ein Fünftel der Belegschaft entlassen. In einem Marathon-Meeting am 10. und 11. April 1985 verlangte Apple-CEO John Sculley, Steve Jobs den Posten eines Apple Vicepresident und General Managers der Macintosh-Abteilung zu entziehen.
(mehr …)
Die beiden Apple-Gründer stammten aus kleinen Verhältnissen und bekamen den geschäftlichen Erfolg nicht in den Schoß gelegt. Um die ersten Modelle des Apple I im Jahr 1976 zu ermöglichen, verkauften Steve Jobs und Steve Wozniak fast buchstäblich ihr letztes Hemd. Jobs setzte seinen VW Bus ein, für den er immerhin noch 1.500 Dollar bekam. „Woz“ trennte sich von seinem geliebten programmierbaren Taschenrechner Hewlett-Packard 65 und legte 250 Dollar in die Firmenkasse.
Das Fundament für den geschäftlichen Erfolg legten 1977 der Venture Capitalist Arthur Rock sowie der Ex-Intel-Manager Mike Markkula, der 92.000 Dollar in Apple investierte und einen Bankkredit in Höhe von 250.000 Dollar absicherte. Das Investment sollte sich lohnen. Bevor Apple 1980 an die Börse ging, gehörte Markkula ein Drittel der Firma.
Mit dem Börsengang am 12. Dezember 1980 wurden Jobs und Wozniak Multimillionäre, denn Apple Computer wurde nun mit 1,8 Milliarden Dollar bewertet. Jobs besaß 7,5 Millionen Aktien (217 Mio. Dollar), „Woz“ wurden vier Millionen Aktien (116 Mio. Dollar) zugeteilt. Markkulas Anteil von sieben Millionen Aktien waren 203 Millionen schwer.
„Mit 23 Jahren besaß ich schon über eine Million Dollar und über zehn Millionen Dollar als ich 24 war und über 100 Millionen Dollar als ich 25 Jahre alt war“, sagte Jobs 1996 in einem Interview mit Robert Cringley („Triumph of the Nerds„). „Und es war nicht so wichtig, weil ich es niemals wegen des Geldes getan habe.“
I was worth about over a million dollars when I was twenty-three and over ten million dollars when I was twenty-four, and over a hundred million dollars when I was twenty-five and ehm it wasn’t that important ehm because I never did it for the money.
https://www.youtube.com/watch?v=CW0DUg63lqU
Steve Jobs:
It comes down to trying to expose yourself to the best things that humans have done and then try to bring those things in to what you’re doing. I mean, Picasso had a saying he said good artists copy – great artists steal. And we have always been shameless about stealing great ideas, and I think part of what made the Macintosh great was that the people working on it were musicians and poets and artists and zoologists and historians who also happened to be the best computer scientists in the world.

„Die Demo war schief gegangen. Schon wieder. Es war einem späten Morgen im Herbst 2006. fast ein Jahr zuvor hatte Steve Jobs rund 200 der Top-Ingenieure von Apple damit beauftragt, das iPhone zu bauen. Und hier im Sitzungssaal des Apple-Aufsichtsrats wurde deutlich, dass der Prototyp noch immer ein Desaster war. Es war buggy, es funktionierte einfach nicht. Telefonverbindungen brachen ständig ab. Der Akku stoppte den Ladevorgang, noch bevor er geladen war. Daten und Anwendungen stürzten immer wieder ab und waren dann unbrauchbar. Die Liste der Probleme schien endlos. Am Ende der Demo starrte Jobs die Leute, ein Dutzend oder so, an und sagte: ‚Wir haben noch kein Produkt.’“
So beginnt der Bericht von Fred Vogelstein im US-Technologiemagazin „Wired“ (Feb. 2008) über den schwierigen Start eines Produktes, das später die Mobilfunkbranche gehörig umkrempeln sollte. Vogelstein ist bekannt für seine gut recherchierten Reportagen und Features. So hatte er (ebenfalls bei Wired) aufgedeckt, dass die Entstehungsgeschichte des sozialen Netzwerks Facebook etwas anders abgelaufen ist, als Gründer Mark Zuckerberg immer wieder geschildert hatte.
Für die „Untold Story“ in Wired über die Entstehung des iPhones – eine Geschichte, die zuvor noch niemand erzählt hatte – interviewte Fred Vogelstein unzählige Akteure und Beobachter und konnte auf dieser Basis über spannende Details berichten: So attackierte Apple-Chef Steve Jobs nach dem missglückten Demo-Termin im Herbst 2006 seine Mitarbeiter nicht laut schreiend – so, wie er es schon so oft zuvor getan hatte. Diesmal blieb er ganz ruhig. Die Stille machte die Runde noch nervöser als ein Wutanfall von Jobs. „Das war einer der wenigen Male bei Apple, dass mir ein kalter Schauer den Rücken herunter lief“, sagte ein Teilnehmer des Meetings.
Die Vorgeschichte des iPhones reicht bis zum Jahr 2002 zurück. Kurz nach der Präsentation des ersten iPods beschäftigte sich die Apple-Führungsspitze konkret mit der Frage, ob Apple nicht ein (Mobil-)Telefon entwickeln sollte. Jobs erkannte früh, dass der Boom Blackberry-Smartphones in den großen Firmen der USA sich früher oder später auch auf die private Kundschaft ausweiten würde. Für ihn war auch absehbar, dass die Mobiltelefone der Zukunft in der Regel einen MP3-Player eingebaut haben, so dass die Vorherrschaft des iPods als mobiler Musikplayer gefährdet schien.
Kurzfristig war Apple aber damals nicht in der Lage, selbst ein Smartphone zu bauen. Das Betriebssystem des iPods war nicht dafür geschaffen, komplizierte Netzwerkoperationen oder aufwändige Grafiken zu bewältigen. Und vom Macintosh-Betriebssystem OS X existierte damals keine schlanke Version, die mit den damals verfügbaren Telefonchips hätte laufen können.
Insbesondere der Absatzerfolg des Palm Treo 600, der die Funktionen eines Mobiltelefons, PDAs und Blackberrys vereinte, bestärkte Steve Jobs in seiner Absicht, selbst auf dem Markt der so genannten Konvergenz-Geräte aktiv zu werden. Im Jahr 2004 steuerte das iPod-Geschäft bereits zu 16 Prozent zum Umsatz von Apple bei. Doch neue Entwicklungen wie die wachsende Popularität von 3G-Handys und WiFi-Telefonen sowie die sinkenden Speicherpreise gefährdeten zumindest potenziell die Führungsposition des iPods. Außerdem wurden ständig neue Online-Musikplattformen gegründet, die dem iTunes Store von Apple Konkurrenz machen sollten.
Vor diesem Hintergrund war rasches Handeln angesagt, auch wenn Apple selbst für die Entwicklung eines iPhones noch nicht bereit war. Auf der Suche nach Kooperationspartnern fiel die Wahl von Steve Jobs auf Motorola. Der US-Mobilfunkgigant feierte damals mit dem Designhandy RAZR große Absatzerfolge. Außerdem kannte Jobs den Motorola-CEO Ed Zander aus der Zeit, als Zander noch in der Führungsspitze von Sun Microsystems gearbeitet hatte. Das Szenario sah vor, dass Apple sich voll auf die Entwicklung der Musik-Software konzentriert, während Motorola und der Mobilfunkprovider Cingular sich um die Hardware und die komplizierte Netzwerktechnik kümmern sollten.
Jobs erwartete von Motorola einen würdigen Nachfolger des RAZR, wurde dann aber bitter enttäuscht: Motorola legte kein neues Design-Glanzstück vor, sondern modifizierte lediglich das vorhandene Modell E398 geringfügig. Auf das iTunes-kompatible Handy passten gerade mal 100 Songs. Die Musikstücke konnten nur über einen PC auf das Mobiltelefon gelangen. Und außerdem war das ROKR E1 in den Augen von Steve Jobs auch noch äußerst hässlich geraten.