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  • Apple Macintosh – Der Fehlstart (1984-1985)

    Apple Macintosh – Der Fehlstart (1984-1985)

    Der Fehlstart des Apple Macintosh (1984-1985)

    Teil 2

    Das Konzept des Macintosh überzeugte viele Enthusiasten sofort. Der kommerzielle Erfolg des Macs stellte sich jedoch erst nach einer längeren Durststrecke ein. Im Sommer 1981 war Apple noch davon ausgegangen, dass zwischen 1982 und 1985 über 2,2 Millionen Macs verkauft werden können, also rund 47.000 Stück pro Monat. Doch nun kam der Mac erst Anfang 1984 auf den Markt. Und nachdem die Fans ihren ersten Kaufrausch befriedigt hatten, sackte der Absatz des Macintosh dramatisch auf rund 5000 Geräte pro Monat ab. In Deutschland war der Mac zwar der Star der Hannover-Messe im Frühsommer 1984. Er verschwand dann aber zunächst wieder in der Versenkung.

    Apple-Mitbegründer Steve Jobs und Apple-CEO John Sculley
    Apple-Mitbegründer Steve Jobs und Apple-CEO John Sculley

    An dem bescheidenen Start des Macs konnte auch der damalige Apple-Chef John Sculley wenig ändern. Ganz im Gegenteil: Mit seinen hohen Marketingausgaben hatte Sculley dazu beigetragen, dass der Preis des Macs über die Schwelle von 2000 Dollar rutschte, was Jobs unbedingt verhindern wollte. Jobs hatte Sculley von Pepsi mit dem legendären Satz „Wollen Sie Ihr Leben lang Zuckerwasser verkaufen oder die Welt verändern?“ abgeworben, um das Management und Marketing bei Apple zu professionalisieren. Und zunächst arbeiteten Jobs und Sculley bei Apple trotz sehr unterschiedlicher Führungsmethoden harmonisch zusammen. Sie wurden von der Öffentlichkeit sogar als das „Dynamic Duo“ bei Apple gefeiert. Doch der schleppende Absatz des Macs führte schnell zu ernsten Spannungen zwischen Jobs und Sculley.

    In einem TV-Interview erinnerte Sculley sich später: „Der Mac konnte einfach nicht viel: Wir hatten Mac Paint und Mac Write als einzige Anwendungen, und der Markt hatte das schon gemerkt. Am Ende des Jahres sagten die Leute: Vielleicht ist der IBM-PC nicht so einfach zu benutzen oder so attraktiv wie der Macintosh. Aber er macht etwas, was wir gerne tun wollen – Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Datenbank. Wir sahen die Umsatzzahlen für den Mac Ende 1984 runtergehen, und das wurde ein Problem im folgenden Jahr.“

    Macintosh XL (1985)
    Macintosh XL (1985)

    Der mit 128 Kilobyte viel zu enge bemessene Hauptspeicher des Macs machte diese Aufgabe aber nicht einfach. Erst als ein Jahr später der „Fat Mac“ mit 512 Kilobyte DRAM raus kam, war der Flaschenhals beseitigt. Der Mac 512K war der erste Macintosh, mit dem man vernünftig arbeiten konnte.

    Apple LaserWriter (1985)
    Apple LaserWriter (1985)

    Steve Jobs musste die ersten Erfolge des Macintosh am Markt von außen beobachten: Im Sommer 1985 war er von Sculley und dem Apple-Board aus dem Unternehmen gedrängt worden. Softwarefirmen wie Aldus hatten erste Desktop-Publishing-Programme wie PageMaker für den Mac geschrieben. In Kombination mit dem Apple LaserWriter und dem von Adobe geschaffenen Seitenbeschreibungsstandard PostScript krempelten Apple, Adobe und Aldus die Technik der Publishing-Branche völlig um.

    Dieser Trend verstärkte sich, als Anfang 1986 der Macintosh Plus mit 128 Kilobyte ROM auf den Markt kam. Die Speicherchips waren nun nicht mehr fest auf der Platine verlötet, sondern gesockelt. So konnte man das Gerät auf bis zu vier Megabyte RAM aufrüsten.

    Macintosh Plus (1986)
    Macintosh Plus (1986)

    Der Mac Plus hatte sogar Cursor-Tasten auf der Tastatur, die Steve Jobs beim ersten Mac noch entschieden abgelehnt hatte, weil er die Anwender zwingen wollte, die Maus als Eingabeinstrument zu akzeptieren.

    Auf die innere Moral bei Apple hatte der Weggang von Steve Jobs aber verheerende Folgen. Glaubt man Andy Hertzfeld, gingen mit dem Mitbegründer auch seine Kernwerte verloren, nämlich brillantes Design und höchste Kreativität.

    Weiterlesen: Teil 3: Auf dem Weg in die Nische (1986 – 1994)

    30 Jahre Apple Macintosh

    Teil 1: Von der Vision zum Launch (1980-1984)
    Teil 2: Der Fehlstart (1984-1985)
    Teil 3: Auf dem Weg in die Nische (1986 – 1994)
    Teil 4: Der Mac in der System-Krise (1994-1997)
    Teil 5: Der Neuanfang mit Steve Jobs (1997-2001)
    Teil 6: Der iMac als Digital Hub (2001-2014)
    Teil 7: Mac Pro (2006-2014)
    Teil 8: Der mobile Erfolg (2008-2014)
    Teil 9: Die Zukunft des Macs

  • Apple Macintosh – Der Neuanfang mit Steve Jobs (1997-2001)

    Apple Macintosh – Der Neuanfang mit Steve Jobs (1997-2001)

    Apple stand 1997 kurz vor dem Konkurs und musste den geschassten Firmengründer Steve Jobs als Retter holen.

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    Teil 5

    Rund zwölf Jahre nach seinem Rauswurf bei Apple kehrte Steve Jobs in das von ihm mitbegründete Unternehmen zurück. Im Februar 1997 übernahm Apple für 429 Millionen Dollar NeXT Inc. hauptsächlich wegen NeXTstep inklusive aller Entwickler – und holte Jobs als Berater in das Unternehmen zurück. Sieben Monate später, am 16. September 1997, saß Steve Jobs endlich im Chefsessel des von ihm einst mitbegründeten Unternehmens, nachdem Amelio vom Apple-Board gefeuert worden war.

    Man darf es als Glücksfall werten, dass Jobs auf den völlig frustrierten britischen Apple-Designchef Jony Ive aufmerksam wurde. Ive wollte eigentlich das Unternehmen schon verlassen, weil seine vorherigen Chefs kein Gespür für Design hatten. Doch Jobs überredete ihn zum Bleiben.

    Jony Ive
    Jony Ive

    Der erste große gemeinsame Wurf von Jobs und Ive war der iMac, dessen öffentliche Präsentation am 6. Mai 1998 so sorgfältig geplant wurde wie die Vorstellung des ersten Apple Macintosh 14 Jahre zuvor. Jony Ive hatte mit dem halbdurchscheinenden Gehäuse aus Polycarbonat ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt. Und auch technisch setzte Apple neue Akzente. So suchte man in dem iMac ein Diskettenlaufwerk ebenso vergeblich wie die damals üblichen seriellen Anschlüsse für Drucker oder Modems. Stattdessen hatte sich Apple für die noch sehr wenig verbreitete USB-Schnittstelle entschieden und dem iMac ein CD-ROM-Laufwerk spendiert. Weiterhin gab es eine Ethernet-Netzwerkbuchse sowie eine Modem-Buchse, die lediglich mit dem Telefonkabel verbunden werden musste.

    iMac (1998)
    iMac (1998)

    Auf der Bühne des De Anza Community College in Cupertino, wo 1984 auch die Premiere des ersten Macintosh stattgefunden hatte, konnte Steve Jobs demonstrieren, wie einfach es ist, den iMac auszupacken, in Betrieb zu nehmen und ins Internet zu bringen.

    Der Apple-CEO nutzte die Präsentation des ersten iMacs auch zur Verkündung der neuen Produkt-Strategie im Computer-Segment. Statt einer unübersichtlichen Palette verschiedenster Mac-Modelle, die zum Teil nur schwierig voneinander abzugrenzen waren, ordnete Jobs die Apple-Rechner in eine einfache Matrix von nur noch vier Feldern: Desktop und Portable jeweils in den Varianten Consumer und Pro. Mit dem Power Mac G3 hatte Apple schon im November 1997 den Pro-Desktop präsentiert.

    Das reduzierte Mac-Sortiment unter Steve Jobs
    Das reduzierte Mac-Sortiment unter Steve Jobs

    Parallel zum iMac erlebte nun das PowerBook G3 als der neue Profi-Laptop seine Premiere. Und der iMac füllte das Feld Desktop/Consumer. Im Sommer 1999 komplettierte Apple dann das Vierer-Feld mit dem iBook G3 als Consumer-Notebook.

    Steve Jobs präsentiert das erste iBook (2001) - Foto: John G. Mabanglo/EPA
    Steve Jobs präsentiert ein neues iBook (2001) – Foto: John G. Mabanglo/EPA

    Der erste iMac kam im August 1998 zum Preis von 1299 Dollar (2024 inflationsbereinigt knapp 2450 Dollar) auf den Markt und erwies sich trotz des technisch betagten System 8.1 als Verkaufsknüller. Allein in den ersten sechs Wochen wurden 278.000 Geräte verkauft. Ende 1998 waren es 800.000 – so schnell hatte sich noch nie ein Macintosh verkauft. Und Apple konnte mit dem iMac nicht nur alte Fans begeistern. Jeder dritte Käufer war ein Einsteiger, der noch nie zuvor einen PC besessen hatte, und 12 Prozent der Kunden stiegen aus dem Windows-Lager um.

    Das iBook war dann quasi der „iMac zum Mitnehmen“. Hier setzte Jony Ive eine durchaus kontrovers diskutierte modische Duftmarke: Die iBooks im schwungvoll gestalteten Polycarbonat-Gehäuse gab es in den Kombinationen „Tangerine“ (Orange) und „Blueberry“ (Türkisblau) mit Weiß. Später kamen die Farbkombinationen „Graphite“, „Indigo“ und „Key Lime“ dazu. Wegen seines Tragegriffs bekam das iBook wenig schmeichelhafte Spitznamen wie „Barbie-Handtasche“ oder „Klodeckel“.

    iBook-Trio (1998)
    Buntes iBook-Trio (1998)

    Bei der Bewertung der Technik gab es weniger Kontroversen: So punkteten die iBooks mit einem ausgeklügelten Energie-Management, das Akkulaufzeiten von bis zu sechs Stunden ermöglichte und das iBook automatisch in den Schlafmodus übergehen ließ, wenn der Anwender den Deckel zuklappte. Beides war revolutionär. Auch bei der Grafik konnte das iBook gegenüber den Windows-Konkurrenten von Toshiba und IBM überzeugen: Statt des bei einfachen Laptops üblichen Passivmatrixbildschirms war das iBook mit einem hochwertigen TFT-Display mit 800×600 Pixeln Auflösung ausgestattet.

    Mit dem iMac und den iBooks verblüfften Jobs und Ive jedenfalls gestandene Pioniere der Computerbranche. Nur Bill Gates, damals noch Microsoft-Chef, tat die neuen Macs als flüchtige Modeerscheinung ab. „Es gibt nun eine Sache, die Apple nun erreicht hat: die Führungsposition bei den Farben“, spottete Gates. Die Absatzzahlen gaben der neuen Apple-Führung aber Recht.

    Steve Jobs und Jony Ive feierten in dieser Phase aber nicht nur Triumphe, sondern mussten auch Rückschläge einstecken – auch weil beide ihren Designeifer übertrieben. Im Juli 2000 stellte Jobs auf der Macworld im heißen New York den Power Mac G4 Cube vor. Dieser Würfelrechner aus Acryl erschien wie eine verkleinerte Neuauflage des NeXT Cube, den Jobs nach seinem Rauswurf bei Apple hatte konstruieren lassen. Mit einer kaminähnlichen Konstruktion des Innengehäuses, durch die die erwärmte Luft nach oben abzog, konnte auf einen aktiven Lüfter verzichtet werden – obwohl im Innern ein mit bis zu 450 MHz getakteter PowerPC-Prozessor G4 für ordentlich Hitze sorgte.

    Power Mac G4 Cube (2000)
    Power Mac G4 Cube (2000)

    Jony Ive war es gelungen, die ästhetischen Vorstellungen seines Chefs perfekt umzusetzen, sodass der Würfel es schnell in das Museum of Modern Art schaffte. Auch die technischen Daten des schnellen Cubes wussten zu überzeugen. Dennoch geriet der G4 zum Flop. Mit einem Preis von 1.799 Dollar (3200 Dollar inflationsbereinigt im Januar 2024) war er vielen Apple-Kunden zu teuer. „Echte Schreibtischarbeiter wollten keine Skulptur, sondern ein Arbeitsgerät, und auf dem Massenmarkt ließ sich der gegenüber Rechnern mit vergleichbarer Leistung doppelt so hohe Preis nicht durchsetzen“, lautet das Fazit von Jobs-Biograf Walter Isaacson.

    Eigentlich hatte Apple geplant, 200.000 G4 Cubes im Quartal absetzen zu können. Doch der Würfel erreichte im ersten Vierteljahr nur die Hälfte. Später sackte der Quartalsverkauf auf 30.000 Stück ab, so dass der Design-Rechner im Sommer 2001 schon wieder aus dem Programm genommen wurde.

    Weiterlesen: Teil 6: Der iMac als Digital Hub (2001-2014)

    30 Jahre Apple Macintosh

    Teil 1: Von der Vision zum Launch (1980-1984)
    Teil 2: Der Fehlstart (1984-1985)
    Teil 3: Auf dem Weg in die Nische (1986 – 1994)
    Teil 4: Der Mac in der System-Krise (1994-1997)
    Teil 5: Der Neuanfang mit Steve Jobs (1997-2001)
    Teil 6: Der iMac als Digital Hub (2001-2014)
    Teil 7: Mac Pro (2006-2014)
    Teil 8: Der mobile Erfolg (2008-2014)
    Teil 9: Die Zukunft des Macs

  • Steve Jobs tells the Blue Box Story

    https://www.youtube.com/watch?v=HFURM8O-oYI
    Steve Jobs Interview about the Blue Box Story

    Mit einer Blue-Box konnten wir dem System vorgaukeln, wir seien ein Telefon-Computer. Du konntest aus einer Telefonzelle White Planes, New York, anrufen, dann eine Satellitenverbindung nach Europa aufbauen, eine Kabelstrecke in die Türkei legen, nach Los Angeles zurückverbinden. Man konnte eine Verbindung drei, vier Mal um den Globus herum aufbauen und ein Telefon in der Nachbarschaft anrufen. Wenn man etwas in den Hörer rief, kam es 30 Sekunden später auf dem anderen Hörer an.

  • Apple-CEO Tim Cook zum Todestag von Steve Jobs

    Apple-CEO Tim Cook zum Todestag von Steve Jobs

    Am 5. Oktober 2011 ist Steve Jobs seinem Krebsleiden erlegen. Zum ersten Todestag des Apple-Gründers erinnerte Apple-CEO Tim Cook in einem Video auf der Homepage von Apple an die Höhepunkte des Wirkens seines Vorgängers.

    (Update: Apple hat das Video aus YouTube entfernt. Es kann aber über das Internet Archiv (Wayback Machine) noch aufgerufen und sogar heruntergeladen werden)

    A Message from Tim Cook, Apple’s CEO.

    Steve’s passing one year ago today was a sad and difficult time for all of us. I hope that today everyone will reflect on his extraordinary life and the many ways he made the world a better place.

    One of the greatest gifts Steve gave to the world is Apple. No company has ever inspired such creativity or set such high standards for itself. Our values originated from Steve and his spirit will forever be the foundation of Apple. We share the great privilege and responsibility of carrying his legacy into the future.

    I’m incredibly proud of the work we are doing, delivering products that our customers love and dreaming up new ones that will delight them down the road. It’s a wonderful tribute to Steve’s memory and everything he stood for.
    – Tim

    Update: In den Folgejahren hat sich Tim Cook zum Todestag von Steve Jobs regelmäßig auf Twitter geäußert

    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2013

    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2014

    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2015
    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2016
    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2017
    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2018

    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2019
    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2020
    https://twitter.com/tim_cook/status/1445358107157221379
    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2021 zum 10. Todestag von Steve Jobs
    Tim Cooks Erinnerungs-Tweet 2022
  • Trailer: Steve Jobs – The Lost Interview

    1995 arbeitete Bob Cringely an seiner TV-Serie über die Entwicklung des PC. In diesem Rahmen führte er ein denkwürdiges langes Interview mit Steve Jobs. Damals leitete Jobs die Nischen-Computerfirma NeXT, die er nach seiner Trennung von Apple gegründet hatte. Im Gespräch gibt sich Jobs schlagfertig und offenherzig — ein visionärer Pionier auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft, der bereits die digitale Zukunft voraussah, zu der er später entscheidend beigetragen hat.

    Das komplette Interview galt als verschollen und wurde erst kürzlich in der Garage des Regisseurs wiederentdeckt. Die Produzenten des Films entschlossen sich, dieses Dokument zu restaurieren. Wir erleben Steve Jobs in seiner ganzen charismatischen Bandbreite, wenn er einen Blick in die Zukunft wagt. Eine Zukunft, die unsere Gegenwart ist!

    https://www.youtube.com/watch?v=vj6bL18ht3w

  • Steve Jobs – Das Leben der Ikone

    Das österreichische Fernsehen ORF würdigt in der Ausgabe des TV-Magazins „Newton“ vom 10. Oktober 2011 den verstorbenen Apple-Mitbegründer Steve Jobs.

  • Wie Steve Jobs die Welt verändert hat

    Teil 1 : Steve Jobs – „Verlassen“, „Auserwählt“ und „Speziell“ (hier klicken)

    Steve Jobs brach das 1973 Studium ab und schlug sich als Lebenskünstler durch. Im Hare-Krishna-Tempel holte er sich hin und wieder eine warme Mahlzeit ab. Er schmuggelte sich in den Kalligraphie-Kurs ein, der auf dem Reed College angeboten wurde. „Ich erfuhr von Serifen- und serifenlosen Schriften. Lernte, wie man den Abstand zwischen verschiedenen Buchstabenkombinationen anpasst. Erfuhr, was großartige Schriften großartig macht. Es war wundervoll, historisch, kunstvoll dezent auf eine Weise, die Wissenschaft nicht einfangen kann, und ich fand es faszinierend.“ Auch diese Episode sollte sich später in der Computergeschichte auswirken:

    Zehn Jahre später, als wir den ersten Macintosh entwarfen, kam alles wieder. (…) Es war der erste Computer mit schönen Schriftzeichen. Hätte ich damals nicht das Studium abgebrochen, hätte der Mac niemals die verschiedenen Schriftarten oder Schriftzeichen mit proportionalen Abständen bekommen. Und da Windows den Mac einfach kopiert hat, hätte sie wahrscheinlich auch kein anderer Personal Computer gehabt.

    Steve Jobs war auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er experimentierte mit bewusstseinserweiternden Drogen. 1975 nutzte er eine Dienstreise für seinen damaligen Arbeitgeber Atari nach Europa, um auf eigene Faust nach Indien zu fahren. Jobs beschäftigte sich in dieser Zeit intensiv mit den Lehren des Harvard-Professors Richard Alpert, der zum Hinduismus konvertiert war und in Indien als Guru Ram Dass („Diener Gottes“) lehrte. In Indien fand Jobs aber keine Erleuchtung, sondern landete ei einem Betrüger, der seine Guru-Rolle nur spielte. Desillusioniert kehrte er nach Kalifornien zurück.

    Steve Jobs und der Homebrew Computer Club

    The Homebrew Computer Club newsletter
    Newsletter des Homebrew Computer Clubs

    Unterdessen versuchte sein Freund Steve Wozniak die „merkwürdige, schrullige Truppe von Leuten“ zu überzeugen, die sich Homebrew Computer Club nannte. „Das war eine Gruppe, die fasziniert war von der Technologie und den Dingen, die man damit erreichen konnte.“ Für die Geeks im Club entwickelte Woz einen Bausatz, der später als Apple I bekannt werden sollte. Steve Jobs schmiedete da bereits viel größere Pläne, denn er hatte beobachtet, dass nur wenige Leute im Homebrew die Zeit oder das Geschick hatten, die im Club präsentierten Computer selbst aufzubauen. „Warum bauen wir die Platine nicht selbst und verkaufen sie ihnen?“, fragte er Woz.

    Homebrew Computer Club meeting (1978)
    Homebrew Computer Club meeting (1978)
    Legendäre Mitglieder des Homebrew Computer Club : Lee Felsenstein, Steve Wozniak, Harry Garland, Bob Marsh, Jef Raskin und Allen Baum. Sie sprechen hier über den Altair 8800 und die Folgen

    Weiterlesen: Steve Jobs (3) – Gründung von Apple und erster Erfolg mit dem Apple II

  • Teil 3: Die Gründung von Apple und erster Erfolg mit dem Apple II

    Steve Jobs (2): Die Suche nach dem Sinn des Lebens

    Mit einem gewissen Sinn für Humor gründeten Jobs und Wozniak die Firma Apple Computer am „April Foolsday“, dem 1. April 1976. Für das notwenige Startkapital von 1000 Dollar verkaufte Wozniak seinen programmierbaren Taschenrechner HP 65 für 500 Dollar, Jobs setzte die Erlöse aus dem Verkauf seines VW-Busses ein.

    Steve Jobs and Steve Wozniak using Apple 1 computer system, ca. 1976
    Steve Jobs und Steve Wozniak mit einem Apple I, um 1976

    Der dritte Firmengründer, Ron Wayne, sollte als Erwachsener vom Dienst für eine ordentliche Buchführung sorgen. Er erhielt dafür immerhin zehn Prozent der Firmenanteile, die beiden Steves jeweils 45 Prozent. Doch Wayne stieg schon nach wenigen Wochen wieder aus, weil dem Familienvater das Haftungsrisiko zu unüberschaubar war und er etwas mehr zu verlieren hatte als die beiden Steves. Die Rolle des erwachsenen Aufsehers übernahm dann später der Millionär Mike Markkula. Er investierte eine Viertelmillion Dollar in das Start-up, um die Produktion und Vermarktung des Apple II zu finanzieren.

    Durchbruch mit dem Apple II

    Steve Wozniak war das Hardware-Genie. Treibende Kraft bei der Vermarktung war Woz’ dynamischer Kompagnon Steve Jobs. Er war von Woz technischen Fähigkeiten fasziniert, auch weil er selbst nie in der Lage gewesen wäre, einen Computer wie den Apple II selbst zu konstruieren. Doch er sah seinen Freund auch kritisch: „Woz ist in mancher Hinsicht brillant, hat aber viel von einem Fachidioten, denn er war richtig verklemmt, wenn er mit Menschen, die er nicht kannte, verhandeln musste“, meinte Jobs und zog gegenüber seinem Biografen Isaacson die Bilanz: „Wir waren ein gutes Team.“ Wozniak hingegen war von der Geschäftstüchtigkeit seines Freundes beeindruckt: „Ich wollte nie mit Menschen verhandeln müssen und diplomatisch sein, Steve jedoch konnte Leute anrufen, die er nicht kannte, und sie dazu bringen, etwas zu tun“, sagte Wozniak. „Er konnte schroff gegenüber Menschen sein, die seiner Ansicht nach nicht klug waren, aber mich behandelte er nie grob.“

    Woz hätte sich auch zufrieden gegeben, wenn der Apple II als Bausatz vertrieben worden wäre. Doch Jobs verlangte ein komplettes Produkt in einem glatten hellen Plastikgehäuse, ähnlich wie bei einer Cuisinart-Küchenmaschine. Außerdem forderte Jobs eine Stromversorgung mit einem aufwendigen Schaltnetzteil, die einen Ventilator überflüssig machte und nervte Wozinak damit, dass die Linien auf der Platine des Apple II gerade verlaufen mussten. Der Riesenaufwand lohnte sich: Der von Woz entwickelte Apple II war der erste Personal Computer, der ein Massenpublikum fand.

    A screenshot of Visicalc
    Screenshot von Visicalc

    Der Verkaufserfolg wurde vorangetrieben durch VisiCalc, der ersten Tabellenkalkulation für einen Mikrocomputer. „Von einer monatlichen Stückzahl von 1000 schossen wir plötzlich hoch auf 10 000“, erinnert sich Woz. „Meine Güte, ging das alles schnell! In den Jahren 1978 und 1979 wurden wir immer erfolgreicher. 1980 waren wir das erste Unternehmen, das eine Million Computer verkaufte.“

    Der Börsengang von Apple Computer (1980)

    Am 12. Dezember 1980 ging die Apple Computer Inc. an die Börse. Steve Jobs wurde mit dem Börsengang zum Multimillionär, denn Apple wurde nun mit 1,8 Milliarden Dollar bewertet. Vergessen waren die schwierigen Zeiten, in denen er seinen Freund Woz übervorteilt und ihm bei einem Programmier-Job für Atari den gerechten Anteil an dem Honorar vorenthalten hatte. Jobs besaß jetzt 7,5 Millionen Apple-Aktien im Wert von 217 Millionen Dollar.

    Aber auch Woz konnte alle wirtschaftlichen Probleme vergessen. Ihm wurden vier Millionen Aktien (116 Mio. Dollar) zugeteilt. Der Apple-Mitbegründer gab einen Teil seiner Aktien an andere Apple-Mitarbeiter ab, die bei der Vergabe der Firmenanteile leer ausgegangen waren. Mike Markkula war darauf nicht angewiesen: Sein Anteil von sieben Millionen Aktien war 203 Millionen Dollar schwer.

    Steve Jobs betonte, das Geld habe ihm gar nicht so viel bedeutet: „Mit 23 Jahren besaß ich schon über eine Million Dollar. Und über zehn Millionen Dollar, als ich 24 war. Und über 100 Millionen Dollar, als ich 25 Jahre alt war“, sagte Jobs 1995 in einem Interview. „Es war nicht so wichtig, weil ich es niemals wegen des Geldes getan habe.“

    Weiterlesen: Teil 4 – Die Erleuchtung im Xerox PARC

  • Steve Jobs (4) – Die Erleuchtung im Xerox PARC

    Steve Jobs (3) – Gründung von Apple und erster Erfolg mit dem Apple II

    Steve Jobs celebrating Apple's IPO (1980)
    Steve Jobs feiert den Börsengang von Apple (1980)

    Der Börsengang von Apple am 12. Dezember 1980 hatte für Steve Jobs eine bittere Konsequenz. Im Unterschied zu Bill Gates bei Microsoft war der Apple-Mitbegründer nicht mehr der maßgebliche Entscheider in „seinem“ Unternehmen. Er verfügte zwar über massig Geld, aber nicht mehr über die Mehrheit der Firmen-Anteile. Das Kommando bei Apple hatte nun das von den Investoren bestimmte Management. Die zentrale Figur an der Führungsspitze von Apple war damals „Angel Investor“ Mike Markkula, der im Sommer 1981 den Posten des Geschäftsführers von Mike Scott übernommen hatte. Markkula und Jobs waren sich aber einig, dass an der Spitze des Apple-Managements eine charismatische Figur stehen sollte, die die Methoden des modernen Marketings aus der Konsumgüter-Industrie bei Apple einführen sollte. An der Ostküste der USA in der Führungsetage des CocaCola-Konkurrenten PepsiCo wurden Jobs und Markkula fündig.

    Steve Jobs und John Sculley: Das „Dynamic Duo“

    Apple's Dynamic Duo
    Dynamic Duo (1984)

    „Wollen Sie Ihr Leben lang Zuckerwasser verkaufen oder die Welt verändern?“ Mit diesem berühmt gewordenen Satz überzeugte Steve Jobs 1983 den Pepsi-Manager John Sculley zum Wechsel in die Computer-Industrie und zum Umzug nach Kalifornien. Doch das „Dynamic Duo“ funktionierte nicht lange. Schnell wurde deutlich, dass sich der Apple-Mitbegründer Jobs und der Apple-CEO Sculley in zentralen Fragen wie der Vermarktungsstrategie für den Macintosh nicht einigen konnten. Dessen Anfänge gehen in die Zeit vor dem Börsengang von Apple zurück: Markkula und Scott hatten im April 1979 den begabten Ingenieur Jef Raskin beauftragt, einen „Volkscomputer“ zu konstruieren.

    Raskin stellt das erste Entwickler-Team zusammen und erfand auch den Namen Macintosh, zuerst „McIntosh“ nach seiner Lieblings-Apfelsorte. Weil er aber juristische Schwierigkeiten mit dem gleichnamigen Hersteller von Hifi-Anlagen befürchtete, fügte er später den Buchstaben „a“ ein.

    Der neue Volkscomputer sollte die Abhängigkeit des Unternehmens vom Megaseller Apple II reduzieren. Aber das Projekt kam nur mühsam voran, auch weil Steve Wozniak keine wirklich aktive mehr Rolle spielte. Nach einem Flugzeugabsturz mit seiner Beechcraft Bonanza im Februar 1981 hatte sich Woz weitgehend von Apple zurückgezogen.

    Zum großen Ärger von Raskin war es dann Steve Jobs, der in dieser Phase bei Apple auch technologisch die Richtung vorgab. Dabei war Jobs kein Erfinder, Ingenieur oder Programmierer. Jobs konnte aber die Tragweite von neuen technologischen Konzepten viel besser einschätzen als andere.

    Wie Steve Jobs sich im Forschungszentrum Xerox PARC inspirieren ließ

    Sein Meisterstück beim Technologie-Scouting legte Steve Jobs im Fall Xerox PARC ab – obwohl auch hier die ersten Impulse von Raskin kamen. Raskin hat nach eigenem Bekunden das legendäre kalifornische Forschungszentrum im benachbarten Palo Alto bereits 1976 besucht und versuchte danach, die beiden Apple-Gründer Jobs und Wozniak ebenfalls zu einem Besuch zu bewegen. Jobs habe das aber zunächst abgelehnt, weil er sich nicht habe vorstellen können, dass eine größere Firma überhaupt in der Lage sein kann, irgendwelche interessanten Dinge zu entwickeln. Doch 1979 war es soweit. Auf Drängen von Raskin besuchte Jobs mit einem kleinen Team von Apple-Entwicklern Xerox PARC und konnte dort einen Blick in die Zukunft werfen: „Ich war total geblendet von dem ersten Ding, das sie mir zeigten: die grafische Bedienoberfläche. Ich dachte, das ist das beste Ding, was mir je in meinem Leben unter die Augen gekommen ist“, sagte Jobs 1995 in einem TV-Interview.

    Steve Jobs hatte im Xerox PARC das Licht gesehen. Nun wollte er auch bei Apple einen Computer bauen, der kinderleicht zu bedienen war. Den Eintritt ins Forschungszentrum PARC hatte sich Apple durch einen Aktiendeal erkauft, der den bornierten Xerox-Managern an der Ostküste lukrativ erschien: Xerox durfte noch vor dem Börsengang von Apple 100 000 Aktien des Start-up-Unternehmens für eine Millionen Dollar kaufen. Kurzfristig hatte sich dieser Deal gelohnt, denn die Anteile waren nun bereits 17,6 Millionen Dollar wert. Langfristig verspielte Xerox jedoch die Chance, die Bedeutung eines Branchenriesen wie Microsoft oder IBM zu erlangen, weil die Arbeit ihrer Forscher in Kalifornien hausintern ignoriert wurde.

    Xerox PARC

    John Warnock: „Im Xerox PARC gab es hundertprozentige intellektuelle Freiheit“

    Larry Tesler, der damals als Xerox-Angestellter an der Vorführung der GUI für die bunte Apple-Truppe teilnahm, war von den Besuchern fasziniert, die wie Hippies aussahen: „Nach einer Stunde verstanden sie die Technologie unserer Demos und was sie bedeuteten besser als jeder Xerox-Manager nach all den Jahren, in denen wir sie ihnen gezeigt hatten.“ Steve Jobs sah das ähnlich: „Innerhalb von zehn Minuten war mir klar, dass eines Tages alle Computer so arbeiten würden.“

    Ausschnitt aus der TV-Doku „Triumph of the Nerds“

    Steve Jobs sollte recht behalten. Als den Xerox-Managern zehn Jahre später dämmerte, dass sie Apple das geistige Eigentum ihrer Forscher im PARC für kleines Geld auf dem Silbertablett serviert hatten, zogen sie vor Gericht. Im Dezember 1989 verklagte Xerox Apple Computer und verlangte 150 Millionen Dollar Schadensersatz. In der Sache wurde vor Gericht aber gar nicht mehr verhandelt, weil mögliche Ansprüche von Xerox inzwischen verjährt waren. Den ersten Versuch, die grafische Bedienoberfläche auf dem Massenmarkt einzuführen, unternahm Apple 1983 mit dem Modell Lisa. In Anzeigen wurde der Rechner mit der bemerkenswerten Software als „Maserati für Ihr Gehirn“ beworben. Der Geschäftserfolg blieb allerdings aus. Der Preis von 10 000 Dollar war viel zu hoch, um die vielen Interessenten in Scharen tatsächlich zum Kauf zu bewegen.

    Der Besuch im Xerox PARC im Film „Pirates of Silicon Valley (1999)“

    Weiterlesen – Teil 5 – Die Macintosh-Piraten

  • Die Macintosh-Piraten – Wie Steve Jobs den ersten Apple Macintosh entwickleln ließ

    Steve Jobs (4) – Die Erleuchtung im Xerox PARC

    The pirate flog on building Bandley III
    Piraten-Flagge über dem Gebäude Bandley III

    Steve Jobs konnte sich schnell vom Misserfolg des Apple Lisa distanzieren, denn 1980 hatte ihm der damalige Geschäftsführer Mike Scott die Führung des Lisa-Teams verwehrt. In einem internen Wettstreit mit der Lisa-Truppe hatte Jobs daraufhin das noch junge Macintosh-Projekt von Jef Raskin übernommen und 5000 Dollar darauf gewettet, dass er mit dem Mac noch vor der Lisa auf den Markt kommen sollte. Zunächst ekelte er Raskin aus der Gruppe. Dann positionierte Jobs sein Team innerhalb von Apple als RebellenTruppe. Sie wollten es der Lisa-Truppe beweisen, die das Vertrauen der Geschäftsführung genoss.

    Über dem Gebäude der Mac-Entwickler „Bandley III“ flatterte eine Totenkopf-Flagge. „Es ist besser, ein Pirat zu sein, als in die Navy zu gehen“, sagte Jobs seinen Entwicklern. Apple-Investor Arthur Rock regte sich über die Aktion mächtig auf: „Die Flagge zu hissen, war mächtig blöd. Sie erklärte dem Rest der Firma, ihr taugt nichts.“

    Das Macintosh-Team unter der Piratenflagge
    Das Macintosh-Team unter der Piratenflagge

    Jobs hatte ein Dream-Team genialer Programmierer und Ingenieure um sich versammelt, das er wie ein Sektenführer mit Schmeicheleien und Brüllattacken zu immer neuen Höchstleistungen antrieb. Doch die ständig neuen Anforderungen von Jobs verzögerten das Mac-Projekt immer wieder, sodass der Apple-Mitbegründer seine Wette gegen das Lisa-Team verlor. Erst am 24. Januar 1984 war es so weit. Der Mac war fertig.

    Zur öffentlichen Präsentation des neuen Computer-Modells rezitierte Jobs „The Times They Are A-Changin“ von Bob Dylan:

    Kommt, Schreiber und Kritiker
    Die ihr mit der Feder prophezeit
    Und haltet die Augen offen
    Die Chance kommt nicht wieder
    Und redet nicht zu früh
    Denn das Rad dreht sich noch
    Und keiner kann jetzt schon sagen, wen es benennen wird
    Denn der jetzige Verlierer wird später gewinnen
    Denn die Zeiten ändern sich

    Dass die Launch-Feier des Macs formal eine Aktionärsversammlung von Apple war, rückte bei diesem Auftritt in den Hintergrund. Der 29 Jahre alte Unternehmensgründer konnte sich diese Freiheit herausnehmen. Sein Feindbild war IBM. Der Ostküsten-Konzern wollte mit dem IBM-PC den Markt der Personal Computer erobern, der erst durch Firmen wie Atari, Commodore und natürlich Apple entstanden war. IBM war für den Apple-Mitbegründer identisch mit dem „Big Brother“ aus George Orwells Roman „1984“, der mit allen Mitteln seine alte Vorherrschaft aus der Mainframe-Ära in das zunächst komplett unterschätzte Zeitalter der Personal Computer hinüberretten wolle.

    „1984“ – Der berühmteste Fernseh-Werbespot aller Zeiten

    Im berühmtesten TV-Werbespot aller Zeiten setzte Regisseur Ridley Scott diese Vision der geknechteten IBM-Anwender, die durch den Mac befreit würden, optisch um. Der Mac sollte in dem Clip beweisen, warum Big Brother IBM nicht die Welt dominieren, warum „1984 nicht 1984“ sein würde.

    Jobs war sichtbar stolz auf das Erreichte und führt dies auf die breit angelegte Begabung seiner Mitarbeiter zurück: „Ein Teil des Macintosh-Erfolgs bestand darin, dass die Leute, die daran gearbeitet haben, Musiker, Dichter, Künstler, Zoologen und Historiker, zufällig auch die besten Computerwissenschaftler der Welt waren“, sagte er 1995 in einer Dokumentation des US-Fernsehsenders PBS.

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