It comes down to trying to expose yourself to the best things that humans have done and then try to bring those things in to what you’re doing. I mean, Picasso had a saying he said good artists copy – great artists steal. And we have always been shameless about stealing great ideas, and I think part of what made the Macintosh great was that the people working on it were musicians and poets and artists and zoologists and historians who also happened to be the best computer scientists in the world.
Vom Labor auf den Schreibtisch
(Aktualisiert Nov. 2011)
Mit dem Apple Macintosh wurde auch die erste Computermaus entwickelt, die in Massen produziert werden konnte. Der Designentscheidung gingen heftig geführte Kontroversen voraus.
Wo wurde die Computermaus erfunden? Bei Apple? Nein. Im Forschungszentrum Xerox PARC? Stimmt auch nicht, auch wenn dies häufig behauptet wird. Den Ruhm als Erfinder der Computermaus kann der legendäre kalifornische Wissenschaftler und Tüftler Doug Engelbart für sich beanspruchen. In den 60er Jahren beschäftigte sich der ehemalige Navy-Radartechniker am Stanford Research Institute (SRI) in Menlo Park mit der “Erweiterung des menschlichen Intellekts”.
Die legendäre Demo der ersten Computermaus von Douglas Engelbart aus dem Jahr 1968 (9 Teile)
„Die Demo war schief gegangen. Schon wieder. Es war einem späten Morgen im Herbst 2006. fast ein Jahr zuvor hatte Steve Jobs rund 200 der Top-Ingenieure von Apple damit beauftragt, das iPhone zu bauen. Und hier im Sitzungssaal des Apple-Aufsichtsrats wurde deutlich, dass der Prototyp noch immer ein Desaster war. Es war buggy, es funktionierte einfach nicht. Telefonverbindungen brachen ständig ab. Der Akku stoppte den Ladevorgang, noch bevor er geladen war. Daten und Anwendungen stürzten immer wieder ab und waren dann unbrauchbar. Die Liste der Probleme schien endlos. Am Ende der Demo starrte Jobs die Leute, ein Dutzend oder so, an und sagte: ‚Wir haben noch kein Produkt.’“
So beginnt der Bericht von Fred Vogelstein im US-Technologiemagazin „Wired“ (Feb. 2008) über den schwierigen Start eines Produktes, das später die Mobilfunkbranche gehörig umkrempeln sollte. Vogelstein ist bekannt für seine gut recherchierten Reportagen und Features. So hatte er (ebenfalls bei Wired) aufgedeckt, dass die Entstehungsgeschichte des sozialen Netzwerks Facebook etwas anders abgelaufen ist, als Gründer Mark Zuckerberg immer wieder geschildert hatte.
Für die „Untold Story“ in Wired über die Entstehung des iPhones – eine Geschichte, die zuvor noch niemand erzählt hatte – interviewte Fred Vogelstein unzählige Akteure und Beobachter und konnte auf dieser Basis über spannende Details berichten: So attackierte Apple-Chef Steve Jobs nach dem missglückten Demo-Termin im Herbst 2006 seine Mitarbeiter nicht laut schreiend – so, wie er es schon so oft zuvor getan hatte. Diesmal blieb er ganz ruhig. Die Stille machte die Runde noch nervöser als ein Wutanfall von Jobs. „Das war einer der wenigen Male bei Apple, dass mir ein kalter Schauer den Rücken herunter lief“, sagte ein Teilnehmer des Meetings.
Die Vorgeschichte des iPhones reicht bis zum Jahr 2002 zurück. Kurz nach der Präsentation des ersten iPods beschäftigte sich die Apple-Führungsspitze konkret mit der Frage, ob Apple nicht ein (Mobil-)Telefon entwickeln sollte. Jobs erkannte früh, dass der Boom Blackberry-Smartphones in den großen Firmen der USA sich früher oder später auch auf die private Kundschaft ausweiten würde. Für ihn war auch absehbar, dass die Mobiltelefone der Zukunft in der Regel einen MP3-Player eingebaut haben, so dass die Vorherrschaft des iPods als mobiler Musikplayer gefährdet schien.
Kurzfristig war Apple aber damals nicht in der Lage, selbst ein Smartphone zu bauen. Das Betriebssystem des iPods war nicht dafür geschaffen, komplizierte Netzwerkoperationen oder aufwändige Grafiken zu bewältigen. Und vom Macintosh-Betriebssystem OS X existierte damals keine schlanke Version, die mit den damals verfügbaren Telefonchips hätte laufen können.
Insbesondere der Absatzerfolg des Palm Treo 600, der die Funktionen eines Mobiltelefons, PDAs und Blackberrys vereinte, bestärkte Steve Jobs in seiner Absicht, selbst auf dem Markt der so genannten Konvergenz-Geräte aktiv zu werden. Im Jahr 2004 steuerte das iPod-Geschäft bereits zu 16 Prozent zum Umsatz von Apple bei. Doch neue Entwicklungen wie die wachsende Popularität von 3G-Handys und WiFi-Telefonen sowie die sinkenden Speicherpreise gefährdeten zumindest potenziell die Führungsposition des iPods. Außerdem wurden ständig neue Online-Musikplattformen gegründet, die dem iTunes Store von Apple Konkurrenz machen sollten.
Vor diesem Hintergrund war rasches Handeln angesagt, auch wenn Apple selbst für die Entwicklung eines iPhones noch nicht bereit war. Auf der Suche nach Kooperationspartnern fiel die Wahl von Steve Jobs auf Motorola. Der US-Mobilfunkgigant feierte damals mit dem Designhandy RAZR große Absatzerfolge. Außerdem kannte Jobs den Motorola-CEO Ed Zander aus der Zeit, als Zander noch in der Führungsspitze von Sun Microsystems gearbeitet hatte. Das Szenario sah vor, dass Apple sich voll auf die Entwicklung der Musik-Software konzentriert, während Motorola und der Mobilfunkprovider Cingular sich um die Hardware und die komplizierte Netzwerktechnik kümmern sollten.
Jobs erwartete von Motorola einen würdigen Nachfolger des RAZR, wurde dann aber bitter enttäuscht: Motorola legte kein neues Design-Glanzstück vor, sondern modifizierte lediglich das vorhandene Modell E398 geringfügig. Auf das iTunes-kompatible Handy passten gerade mal 100 Songs. Die Musikstücke konnten nur über einen PC auf das Mobiltelefon gelangen. Und außerdem war das ROKR E1 in den Augen von Steve Jobs auch noch äußerst hässlich geraten.
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